Sicherheit für Leiharbeiter

Veröffentlicht am 11.04.2010 in Arbeitsgemeinschaften

Das Risiko, entlassen zu werden, ist für Leiharbeitnehmer um ein Vielfaches höher als in anderen Bereichen. Das ist das Ergebnis einer DGB-Studie. Mehr Sicherheit und faire Löhne fordert SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles für
die Beschäftigten: „Die Bundesregierung muss endlich handeln!“

Nach einer Studie des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) verlieren rund sechs Prozent aller Leiharbeitnehmer ihren Arbeitsplatz – jeden Monat. Das sind zehnmal so viel wie beispielsweise im Verarbeitenden Gewerbe. Hinzu kommt schlechte Bezahlung: 77 Prozent arbeiten unterhalb der Niedriglohnschwelle.

Darum hat SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles die Bundesregierung zum
Handeln aufgefordert. Grundsätzlich müssten künftig Leiharbeitskräfte
unbefristet beschäftigt werden. Die Kopplung an die Befristung an einem
Arbeitseinsatz (Synchronisation) müsse verboten werden, sagte Nahles am Donnerstag in Berlin.

Außerdem macht sich die SPD dafür stark, dass nach einer kurzen
Einarbeitungszeit der Grundsatz „gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ gilt. Um
den „schlimmsten Missbräuchen“ zu begegnen, sei zudem eine verbindliche
Lohnuntergrenze notwendig, etwa durch die Aufnahme der Leiharbeitsbranche in den Geltungsbereich des Arbeitnehmerentsendegesetzes.

„Die Position der SPD ist klar: Arbeitnehmerüberlassung muss wieder auf ihre Funktion als Instrument der Flexibilität bei Auftragsspitzen beschränkt werden“, bekräftigte die Generalsekretärin.

 

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