Altersteilzeit

Veröffentlicht am 23.11.2009 in Bundespolitik

Unsere Position

Die Förderung der Altersteilzeit durch die Bundesagentur für Arbeit läuft Ende dieses Jahres aus. Wir wollen sie um fünf Jahre verlängern. Hierzu hat die SPD-Bundestagsfraktion am 10.11.2009 einen Gesetzentwurf vorgelegt.

Einzige Bedingung für die Förderung: Die Altersteilzeit wird als echte Beschäftigungsbrücke zwischen Alt und Jung angelegt. Hierzu muss der Arbeitgeber die frei werdende Stelle mit einer/einem BerufsanfängerIn besetzen. Bei Kleinstunternehmen ist dies auch durch einen Auszubildenden möglich. Wir wollen damit den Personalabbau Älterer in der Krise verhindern und gleichzeitig den Berufseinstieg Jüngerer ermöglichen. Dies ist ein konsequenter Schritt um den Generationenvertrag in der Krise zu erfüllen.

Die Lage

Die Finanz- und Wirtschaftskrise hat zu einem Anstieg der Arbeitslosigkeit geführt. Trotz der schwierigen ökonomischen Entwicklung hat sich der deutsche Arbeitsmarkt als vergleichsweise robust erwiesen. Durch die verlängerte Kurzarbeit konnten wir beispielsweise 1,4 Millionen Menschen vor der Arbeitslosigkeit bewahren. Zwei Gruppen sind trotz des Engagements für den Erhalt von Arbeitsplätzen besonders betroffen: Ältere Menschen über 50 und jüngere Menschen unter 25 Jahren. Diese Menschen können wir durch eine Fortführung der Altersteilzeit gezielt unterstützen. Wir wollten dies bereits in der Großen Koalition durchsetzen. Die Union blockierte. Nun, da die Altersteilzeit zum 31.12.2009 ausläuft, muss gehandelt werden.

Wie geht es weiter?

Die schwarz-gelbe Bundesregierung lehnt die Verlängerung der staatlich geförderten Altersteilzeit ab. Der arbeitsmarktpolitische Blindflug von schwarzgelb beginnt schon kurz nach dem Start, während die SPD konkrete Perspektiven entwickelt. Schwarzgelb glaubt, dass ohne die Förderung der Altersteilzeit alle Älteren ihren Job behalten und die Jungen eingestellt werden. Die Realität in den Betrieben sieht anders aus. Alt und Jung werden gegeneinander ausgespielt. Wir brauchen aber beide, um dem drohenden Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Dass schwarzgelb hier auf der Bremse steht, ist nicht nachvollziehbar. Die SPD-Bundestagsfraktion wird diese Missstände anprangern. Die Würde der Arbeit steht für uns im Mittelpunkt.

 

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