Breymaier übt heftige Kritik an Schäubles Europapolitik

Veröffentlicht am 10.05.2017 in Europa

Die SPD-Landesvorsitzende Leni Breymaier hat Finanzminister Schäuble für dessen Europapolitik massiv kritisiert. „Die Sonntagsreden von der deutsch-französischen Freundschaft kann sich Herr Schäuble sparen, wenn er in Wirklichkeit alles tut, um den europäischen Einigungsprozess auszubremsen“, betonte Breymaier. „Gefragt sind jetzt Taten und kein symbolisches Gerede.“

Zum Hintergrund: Der neue französische Präsident Macron hat ein großes europäisches Investitionsprogramm vorgeschlagen, das durch einen gemeinsamen Haushalt der Eurozone finanziert werden soll. SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz hat diese Idee aufgegriffen. Schäuble hingeben lehnt die Forderung ab.

„Es kann nicht sein, dass der neue französische Präsident hier in Sachen Europa gemeinsame Sache machen will und man ihn dann einfach mit warmen Worten abspeist“, so Breymaier. „Offenbar haben Merkel und Schäuble trotz aller rechtspopulistischen Umtriebe immer noch nicht begriffen, was die Stunde in Europa geschlagen hat.“

 

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